Ältere Frau sitzt auf der Bettkante und hält sich die schmerzende Hüfte.

Arthrose der Hüfte

Untersuchung und Behandlung in Montabaur

Schmerzt die Hüfte bei jedem Schritt oder wird sie zunehmend steif, steckt oft eine Hüftarthrose dahinter. In unserer Orthopädie im MVZ Zimmermann in Montabaur klären wir, woher Ihre Beschwerden kommen, und stellen eine Behandlung zusammen, mit der Sie im Alltag beweglich bleiben.

Röntgenbild bei Hüftarthrose: Ein Arzt zeigt mit einem Stab auf das Hüftgelenk.

Kurz erklärt: Was ist eine Hüftarthrose?

Bei einer Hüftarthrose (medizinisch Coxarthrose) nutzt sich der Knorpel zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne nach und nach ab. Er verliert seine glatte Oberfläche, das Gelenk gleitet schlechter und der Knochen darunter trägt mehr Last. Daraus entstehen die typischen Schmerzen, die Steifigkeit und eine Beweglichkeit, die langsam abnimmt.

Eine Hüftgelenksarthrose entwickelt sich meist über Jahre. Häufig spielen das Alter, eine angeborene Fehlform des Hüftgelenks, frühere Verletzungen oder eine dauerhaft hohe Belastung eine Rolle.

Älterer Mann steht morgens langsam aus dem Bett auf und stützt sich mit den Händen ab.

Wann sollten Sie mit Hüftschmerzen zum Orthopäden?

Eine Hüftarthrose kündigt sich oft leise an. Lassen Sie Ihre Hüfte untersuchen, wenn

  • die Hüfte nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen erst „anlaufen“ muss,
  • Schmerzen in der Leiste unter Belastung zunehmen,
  • der Schmerz in den Oberschenkel oder bis ins Knie ausstrahlt,
  • Schuhebinden, Socken anziehen oder das Einsteigen ins Auto schwerer fallen,
  • Sie nachts Schmerzen haben oder Ihre Gehstrecke kürzer wird.

Nicht jeder Hüftschmerz kommt vom Gelenk selbst. Auch gereizte Sehnen, ein entzündeter Schleimbeutel oder der Rücken können ähnliche Beschwerden auslösen. Die Untersuchung klärt, woher der Schmerz tatsächlich kommt.

Orthopäde untersucht mit beiden Händen die Hüfte einer älteren Patientin auf der Liege.

So untersuchen wir Ihre Hüfte

Am Anfang steht das Gespräch: Wo genau schmerzt es, seit wann und bei welchen Bewegungen? Danach untersuchen wir die Hüfte, prüfen die Beweglichkeit, vor allem das Drehen nach innen, und achten auf Ihr Gangbild.

Ein Röntgenbild zeigt, wie weit der Gelenkspalt schon verschmälert ist. Sind Röntgen oder MRT nötig, überweisen wir Sie an eine radiologische Fachpraxis und besprechen die Befunde anschließend ausführlich mit Ihnen.

Physiotherapeut dehnt das Bein eines älteren Patienten, der auf einer Matte liegt.

So behandeln wir Ihre Hüftarthrose

Wir gehen in Stufen vor: Zuerst schöpfen wir die Möglichkeiten ohne Operation aus. Reichen sie nicht mehr, besprechen wir mit Ihnen den nächsten Schritt.

Baustein Was wir tun
Physiotherapie Gezielte Übungen kräftigen die Muskulatur rund um das Hüftgelenk und erhalten die Beweglichkeit.
Entlastung im Alltag Wo sinnvoll eine Gewichtsreduktion und Bewegung, die das Gelenk schont.
Schmerztherapie Medikamente gegen Schmerz und Entzündung, zeitlich begrenzt und auf Ihre Situation abgestimmt.
Kortison-Injektion Bei einem akuten Schub dämpft eine Kortison-Injektion ins Hüftgelenk die Entzündung und nimmt den Schmerz oft schnell.
Hyaluron-Injektion Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kann eine Hyaluronsäure-Injektion ins Hüftgelenk die Beschwerden lindern.
Eigenbluttherapie Aus einer kleinen Menge Ihres Blutes gewinnen wir ein Konzentrat körpereigener Wirkstoffe und spritzen es ins Gelenk, um Entzündungsprozesse zu beruhigen.
Stoßwellentherapie Eine Stoßwellentherapie mit gebündelten Schallwellen regt die Durchblutung an und kann Schmerzen an gereizten Sehnenansätzen rund um die Hüfte verringern.
Älterer Patient bespricht seine Befunde mit einem Arzt am Schreibtisch.

Wenn eine Operation nötig wird

Reichen die Behandlungen ohne Operation nicht mehr aus, kann ein künstliches Hüftgelenk Schmerzen nehmen und die Beweglichkeit zurückgeben. Ist ein solcher Eingriff angezeigt, vermitteln wir Sie an das St. Vincenz-Krankenhaus und koordinieren die weitere Behandlung, damit Sie durchgängig gut versorgt sind.

Auch wenn die Operation schon feststeht, lohnt sich Physiotherapie: Eine kräftige Muskulatur erleichtert die Zeit danach.

Das Team vom MVZ Zimmermann in Montabaur.

Gute Gründe für das MVZ Zimmermann

  • Kurze Wege in Montabaur. Sprechstunde, Untersuchung und Injektionen finden bei uns im Blauen Tower statt.
  • Offene Beratung. Wir sagen Ihnen ehrlich, was eine Behandlung leisten kann, und drängen zu nichts.
  • Zeit für Ihre Fragen. Befund, Behandlungsweg und Kosten erklären wir verständlich und ohne Eile.

Häufige Fragen zur Hüftarthrose

Nein, verschlissener Knorpel wächst nicht nach. Mit der passenden Behandlung kommen viele Betroffene aber lange gut zurecht, oft ganz ohne Operation.
Nerven, die das Hüftgelenk versorgen, ziehen auch zum Oberschenkel und zum Knie. Deshalb spüren manche Betroffene den Schmerz vor allem dort. Findet sich am Knie keine Ursache, lohnt sich ein Blick auf die Hüfte. Was hinter Knieschmerzen sonst stecken kann, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Knieschmerzen.
Manche Patientinnen und Patienten berichten über eine spürbare Linderung, ein eindeutiger Nutzen ist wissenschaftlich aber nicht für alle belegt. Hyaluronsäure kann Beschwerden lindern, baut aber keinen Knorpel auf. Ob die Injektion für Sie infrage kommt, besprechen wir nach der Untersuchung. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hyaluronsäure bei Arthrose.
Kortison wirkt stark entzündungshemmend und lindert einen akuten Schub oft rasch, die Wirkung hält aber nur begrenzt an. Hyaluronsäure soll die Gelenkflüssigkeit unterstützen und wirkt eher langsam. Welche Injektion für Sie infrage kommt, besprechen wir nach der Untersuchung.
Untersuchung und konservative Behandlung sind in der Regel Kassenleistungen, ebenso ein medizinisch notwendiges künstliches Hüftgelenk. Hyaluron-Injektion, Eigenbluttherapie und Stoßwellentherapie sind bei Hüftarthrose meist Selbstzahlerleistungen (IGeL). Was sie kosten, erfahren Sie vorab.
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht. Entscheidend ist, wie stark Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit Ihren Alltag bestimmen und ob die Behandlung ohne Operation noch ausreicht. Diese Abwägung treffen wir gemeinsam mit Ihnen.
Bleiben Sie in Bewegung und machen Sie die Übungen aus der Physiotherapie regelmäßig zu Hause. Hohe Stühle und eine Sitzerhöhung erleichtern das Aufstehen, schweres Tragen belastet das Gelenk dagegen zusätzlich.
Ja, gelenkschonender Sport ist sogar erwünscht. Gut geeignet sind Radfahren, Schwimmen und Nordic Walking. Ungünstig sind Sportarten mit Sprüngen, abrupten Stopps und Drehungen unter Last.

Zurück zu allen Leistungen

Orthopädin zeigt auf ein Röntgenbild der Schulter im MVZ Zimmermann

Jetzt Termin vereinbaren

Medizinische Fachangestellte am Telefon bei der Terminvergabe