Kniearthrose: Symptome, Stadien und Behandlung

|23. Oktober 2026|

Wenn das Knie beim Aufstehen schmerzt und die ersten Schritte nach einer Ruhepause wehtun, steckt oft eine Kniearthrose (Gonarthrose) dahinter: der fortschreitende Verschleiß der Knorpelschicht zwischen Oberschenkel und Schienbein.

Sie sind damit nicht allein. Etwa 5 % aller Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, fast die Hälfte aller Arthrose-Patienten leidet am Knie. Damit ist die Kniearthrose die häufigste Form der Arthrose, noch vor der Hüfte.

Das Tückische: Die Erkrankung beginnt häufig schleichend und schmerzlos. Bis Sie den ersten Anlaufschmerz spüren, ist der Knorpel oft schon spürbar verschlissen.

Und genau hier zählt jeder Monat. Je länger Diagnose und Behandlung hinausgezögert werden, desto eingeschränkter werden Ihre Therapiemöglichkeiten.

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Anzeichen frühzeitig erkennen, die Stadien einordnen und welche Behandlungen wirklich helfen.

Das erfahren Sie hier

  • Erkennen, welche Symptome auf eine Kniearthrose hindeuten
  • Verstehen, wie die Erkrankung entsteht und welche Risikofaktoren zählen
  • Wie Sie Stadien und Grad 1 bis 4 der Kniearthrose einordnen
  • Welche konservativen und operativen Behandlungen es gibt
  • Welche Übungen und Alltagstipps Ihr Knie entlasten
  • Wann ein Termin beim Spezialisten sinnvoll ist

Was ist Kniearthrose (Gonarthrose)?

Kniearthrose (Gonarthrose) ist der fortschreitende Verschleiß der Knorpelschicht zwischen den Gelenkflächen. Der schützende Gelenkknorpel wird mit der Zeit dünner und verliert seine glatte Oberfläche. Dadurch nimmt die Gleitfähigkeit des Gelenks ab und die Belastung auf den darunterliegenden Knochen steigt.

Darstellung von Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt.

Der Knorpel wird nicht durchblutet. Er bezieht seine Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit, und erst Bewegung transportiert diese Nährstoffe in den Knorpel.

Mit der Zeit bilden sich knöcherne Anbauten (Osteophyten) an den Gelenkflächen. Diese können Entzündungen in der Gelenkkapsel auslösen.

Kniearthrose tritt selten nur einseitig auf. Rund 70 % der Betroffenen haben eine Arthrose in beiden Kniegelenken.

Kurz gesagt: Kniearthrose ist der fortschreitende Knorpelverschleiß im Kniegelenk. Sie ist die häufigste Arthroseform und betrifft etwa 5 % der Erwachsenen in Deutschland.

Kniearthrose-Symptome: Diese Anzeichen sollten Sie kennen

Das häufigste Frühzeichen ist der Anlaufschmerz: Schmerz bei den ersten Schritten nach einer Ruhepause. Verschwindet er nicht nach wenigen Minuten, sollten Sie das orthopädisch abklären lassen.

Viele bemerken zuerst einen Ermüdungsschmerz nach langer Belastung. Später schmerzt das Knie auch in Ruhe.

Dazu kommen Schwellung, Überwärmung und Schmerzhaftigkeit nach Belastung. Oft hören oder spüren Sie ein Knirschen im Gelenk (Krepitation), und die Beweglichkeit nimmt ab.

Im Alltag meiden Betroffene zunehmend Treppensteigen, langes Autofahren und lange Einkaufstouren. Genau diese Vermeidung ist ein wichtiges Warnsignal.

Wo das Knie schmerzt, hängt davon ab, welcher Teil des Gelenks betroffen ist. Am häufigsten verschleißt der Knorpel an der Innenseite des Knies. Sitzt die Arthrose hinter der Kniescheibe, schmerzen vor allem Treppensteigen, Bergabgehen und das Aufstehen aus der Hocke. Was der Ort des Schmerzes sonst noch verrät, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Knieschmerzen.

Selbsttest: Fragen Sie sich: Ist Ihr Knie morgens steif? Schmerzt es beim Treppensteigen oder nach langem Sitzen? Vermeiden Sie bestimmte Bewegungen? Treffen mehrere Punkte zu, ist eine Abklärung sinnvoll.

Ursachen und Risikofaktoren der Arthrose im Knie

Bei der primären Kniearthrose ist die Ursache bislang unklar. Die sekundäre Form entsteht durch Knieverletzungen, Achsenfehlstellungen oder Entzündungen.

Manche Faktoren können Sie beeinflussen, andere nicht. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.

BeeinflussbarNicht beeinflussbar
Übergewicht (belastet das Knie zusätzlich)Steigendes Alter
Schwere körperliche Arbeit (Heben, Hocken)Weibliches Geschlecht
Gelenkbelastender SportGenetische Veranlagung
Bewegungsmangel (Knorpel erhält weniger Nährstoffe)
Fehlstellungen wie X- und O-Beine

Auch nach einer Meniskusoperation kann sich Jahre später eine Arthrose entwickeln. Ebenso können frühere Verletzungen wie Kreuzbandrisse oder Knochenbrüche im Bereich des Kniegelenks das Arthroserisiko erhöhen. Entzündlicher Rheumatismus und Stoffwechselstörungen wie Gicht zählen ebenfalls zu den Auslösern.

Die Stadien der Kniearthrose und Grad 1 bis 4

Die Kniearthrose verläuft schleichend und entwickelt sich über Jahre. Sie lässt sich grob in drei Phasen einteilen: Früh-, Mittel- und Spätstadium.

Eine Orthopädin behandelt einen Patienten in ihrer Praxis.

Diese Einteilung in drei Phasen dient der groben Orientierung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

StadiumTypische SymptomeZustand des KnorpelsMögliche Maßnahmen
FrühstadiumGelegentlicher Anlaufschmerz, Beschwerden bei voller Streckung oder BeugungKnorpel beginnt sich zu verschmälernBewegung, Physiotherapie, Lebensstil anpassen
MittelstadiumZunehmender Belastungsschmerz, Schwellungen, eingeschränkte BeweglichkeitKnorpel deutlich dünnerKonservative Therapie, Hilfsmittel, ggf. Injektionen
SpätstadiumSchmerzen auch in Ruhe, Versteifung, Knochen reiben aneinanderSchützender Knorpel fehltErweiterte Therapie, ggf. Gelenkersatz

Grad 1 bis 4 auf dem Röntgenbild

Auf dem Röntgenbild teilen Ärztinnen und Ärzte die Kniearthrose meist in vier Grade ein. Diese Einteilung nach Kellgren und Lawrence beschreibt, wie stark sich der Gelenkspalt verschmälert hat und wie ausgeprägt die knöchernen Anbauten sind:

GradBefund im Röntgenbild
Grad 1Gelenkspalt möglicherweise leicht verschmälert, kleine knöcherne Anbauten (Osteophyten) möglich
Grad 2Eindeutige kleine Osteophyten, Gelenkspalt möglicherweise verschmälert
Grad 3Mehrere Osteophyten, Gelenkspalt deutlich verschmälert, Knochen unter dem Knorpel verdichtet, Knochenenden teils verformt
Grad 4Große Osteophyten, Gelenkspalt stark verschmälert, deutliche Verdichtung und Verformung der Knochenenden

Wichtig: Der Grad auf dem Röntgenbild und die Beschwerden passen nicht immer zusammen. Manche Menschen haben bei Grad 3 kaum Schmerzen, andere schon bei Grad 2 deutliche Beschwerden. Für die Behandlung zählt deshalb immer beides: Befund und Beschwerden.

Diagnose: So wird Kniearthrose festgestellt

Eine Kniearthrose stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt aus drei Bausteinen fest: Gespräch, Untersuchung und Bildgebung.

Am Anfang steht die Anamnese (Gespräch über Ihre Krankengeschichte). Hier geht es um Ihre Beschwerden, den Schmerzverlauf und konkrete Einschränkungen im Alltag.

Es folgt die klinische Untersuchung. Wir prüfen Beweglichkeit, Schwellung, Druckschmerz und die Achsenstellung Ihres Beins.

Zur Diagnosesicherung sind häufig Röntgenaufnahmen erforderlich. Da wir derzeit kein eigenes Röntgen anbieten, überweisen wir Sie bei Bedarf an eine entsprechende radiologische Fachpraxis. Die Befunde besprechen wir anschließend ausführlich mit Ihnen.

Gut zu wissen: Aus unserer Arbeit mit Betroffenen wissen wir: Wer Beschwerden, ihren Verlauf und konkrete Alltagssituationen vor dem Termin notiert, erleichtert die Einordnung deutlich. Auch alte Befunde oder Röntgenbilder sind hilfreich.

Konservative Behandlung: Was ohne Operation hilft

Vor einer Operation lässt sich bei Kniearthrose vieles ausschöpfen. Am besten wirkt nicht eine einzelne Maßnahme, sondern die Kombination mehrerer Bausteine. Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören dabei Physiotherapie und ein gezielter Muskelaufbau, denn eine kräftige Muskulatur stabilisiert und entlastet das Gelenk.

Das Ziel ist immer dasselbe: Schmerzen lindern und den Verschleiß verlangsamen.

Ein erster Hebel ist der Lebensstil. Eine Gewichtsreduktion entlastet das Knie, ebenso weniger belastende Tätigkeiten und angepasste Sportarten.

Bei Schmerzen helfen oft NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika). Diese Schmerz- und Entzündungshemmer wenden Sie nur zeitlich begrenzt und in Rücksprache an, da sie Magen und Blutgefäße belasten können.

Reicht das nicht, kommen Spritzen ins Gelenk infrage. Möglich sind Cortison, Hyaluronsäure oder körpereigene Blutbestandteile (ACP oder PRP). Nicht jede Injektion ist für jeden Patienten geeignet. Die Auswahl treffen wir immer individuell nach Befund.

Auch Hilfsmittel unterstützen Sie im Alltag. Bandagen und Orthesen entlasten das Knie, Einlagen gleichen Beinachsenfehlstellungen wie X- oder O-Beine aus.

In unserer Sprechstunde stimmen wir diese Bausteine auf Ihre Beschwerden ab. Wie wir die Kniearthrose in Montabaur behandeln, lesen Sie auf unserer Seite zur Behandlung der Kniearthrose.

Kurz gesagt: Konservative Behandlung kombiniert Bewegung, Gewichtsmanagement, gezielte Medikamente und Hilfsmittel. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und den Verschleiß zu verlangsamen.

Kniearthrose-Übungen für zuhause

Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen bei Kniearthrose. Sie hält das Gelenk geschmeidig und kräftigt die Muskulatur, die das Knie stabilisiert.

Mann mit Nordic-Walking Equipment in der Natur.

Der Grund liegt im Knorpel selbst: Erst Bewegung transportiert Nährstoffe in die Knorpelschicht. Krafttraining kann zusätzlich die Beschwerden lindern.

Geeignet sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Walking, Schwimmen, Aqua-Jogging und Gymnastik. Weniger gut eignen sich Ballspiele und Sprungsportarten, da sie das Knie durch wiederholte Stöße zu stark belasten.

Für zuhause helfen einfache Übungen: das Anspannen des Oberschenkels (Quadrizeps), das Beinheben im Sitzen und eine sanfte Kniebeugung. Führen Sie diese ruhig und schmerzangepasst aus.

  • Oberschenkel anspannen: Setzen oder legen Sie sich mit ausgestrecktem Bein hin. Drücken Sie die Kniekehle sanft Richtung Unterlage, halten Sie die Spannung einige Sekunden und lassen Sie dann locker.
  • Beinheben im Sitzen: Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Strecken Sie ein Bein langsam nach vorn, halten Sie es kurz und senken Sie es kontrolliert wieder ab.
  • Sanfte Kniebeugung: Halten Sie sich im Stehen an einer Stuhllehne fest und beugen Sie die Knie leicht, nur so weit, wie es ohne Schmerzen geht. Richten Sie sich danach langsam wieder auf.
Gut zu wissen: Stimmen Sie Ihr Übungsprogramm vorab mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten ab. So vermeiden Sie Fehlbelastungen.

Operative Behandlung und Gelenkersatz

Eine Operation steht am Ende, nicht am Anfang. Zuvor sollten Sie die konservativen Möglichkeiten ausschöpfen.

Maßgebend für die Entscheidung ist Ihr Leidensdruck: Schmerz, Hinken, Einschränkung im Alltag. Das Alter spielt dabei eine geringere Rolle.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Gelenkerhaltende Eingriffe können in ausgewählten Fällen sinnvoll sein. Unser operativer Schwerpunkt liegt dabei auf der Arthroskopie. Verfahren wie eine Knorpeltransplantation kommen nur bei bestimmten Befunden infrage; ob und welche Operation sinnvoll ist, entscheiden wir immer individuell. Reicht das nicht, kommt ein künstliches Kniegelenk (Endoprothese) infrage.

KriteriumGelenkerhaltende OperationGelenkersatz (Endoprothese)
ZielEigenen Knorpel erhaltenZerstörtes Gelenk ersetzen
EinsatzbereichUmschriebene KnorpelschädenFortgeschrittene Arthrose
VoraussetzungGenügend intaktes GewebeHoher Leidensdruck

Bei fortgeschrittener Arthrose lässt sich mit konservativen Therapien ein langfristiger Erfolg nur schwer erzielen. In der Sprechstunde besprechen wir mit Ihnen in Ruhe, welcher Weg zu Ihrer Situation passt.

Prognose: Wie verläuft Kniearthrose?

Eine Kniearthrose kann nicht heilen. Ohne Maßnahmen schreitet sie in der Regel fort. Der Verschleiß breitet sich weiter aus. Wie schnell das geschieht, lässt sich aber beeinflussen.

Früher galt: Am Knorpel lässt sich nichts mehr verbessern. Diese Ansicht gilt heute als überholt.

Bewegung und konservative Behandlungsmaßnahmen können Beschwerden lindern, die Gelenkfunktion erhalten und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Je früher die Diagnose, desto mehr Behandlungswege stehen Ihnen offen.

Genau hier liegt der Unterschied. Wer erste Warnsignale abwartet, riskiert, dass aus einem gut behandelbaren Frühstadium ein Zustand wird, der sich nur noch operativ versorgen lässt.

Eine orthopädische Untersuchung schafft Klarheit. Sie zeigt, wo Sie stehen, und lässt Sie in Ruhe über die nächsten Schritte entscheiden.

Kurz gesagt: Kniearthrose ist nicht heilbar, ihr Fortschreiten aber gut beeinflussbar.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Kniearthrose von Rheuma?

Kniearthrose ist eine Verschleißerkrankung, bei der die schützende Knorpelschicht abgebaut wird. Rheuma (entzündlicher Rheumatismus) ist dagegen eine entzündliche Erkrankung und kann selbst eine Ursache für sekundäre Kniearthrose sein. Bei Arthrose dominiert der mechanische Verschleiß, bei Rheuma die Entzündung. Beide gehen mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einher. Lassen Sie die genaue Ursache von einem Kniespezialisten abklären, denn die Behandlungsansätze unterscheiden sich grundlegend.

Wird die Behandlung der Kniearthrose von der Kasse übernommen?

Standardbehandlungen wie Physiotherapie, Medikamente und die Implantation einer Knieendoprothese gehören zur Regelversorgung in Deutschland. Spezialisierte Verfahren wie Knorpeltransplantationen oder bestimmte Infiltrationstherapien werden nicht in jedem Fall erstattet. Klären Sie vor Behandlungsbeginn direkt mit Ihrer Krankenkasse, welche Leistungen in Ihrem Fall übernommen werden.

Wie schnell schreitet Kniearthrose fort?

Kniearthrose schreitet in der Regel fort, bis das Kniegelenk komplett zerstört ist. Das Tempo variiert jedoch stark. Die Erkrankung beginnt häufig schleichend und schmerzlos, weshalb sie lange unbemerkt bleibt. Anfangs treten Schmerzen nur bei voller Streckung oder Beugung auf, später bei jeglicher Belastung. Suchen Sie deshalb früh einen Kniespezialisten auf, um den Verlauf gezielt zu verlangsamen.

Darf man bei Kniearthrose Sport treiben?

Ja, gezielte Bewegung ist sogar Teil der konservativen Therapie und hält die Gelenkfunktion. Geeignet sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Walking, Schwimmen, Aqua-Jogging und Gymnastik. Ungeeignet sind Ballspiele und Sprungsportarten wegen der erhöhten Stoßbelastung. Krafttraining lindert Symptome und baut stabilisierende Muskulatur auf. Bewegung transportiert außerdem Nährstoffe in den Knorpel, der nicht durchblutet wird. Lassen Sie sich von einem Physiotherapeuten ein individuelles Programm zusammenstellen, das Ihr Knie nicht überlastet.

Was verschlimmert eine Kniearthrose?

Ungünstig sind vor allem Übergewicht, häufiges Knien, Hocken und schweres Heben sowie Sportarten mit Sprüngen und harten Stößen. Aber auch zu viel Schonung schadet: Ohne Bewegung erhält der Knorpel weniger Nährstoffe.

Soll man bei Arthrose im Knie viel laufen?

Regelmäßiges Gehen tut dem Kniegelenk gut, solange es die Schmerzen nicht verstärkt. Weicher Untergrund wie Waldwege ist dabei günstiger als lange Strecken auf Asphalt. Schwillt das Knie nach dem Gehen an oder schmerzt es länger, ist das ein Zeichen, die Belastung zu verringern.

Hilft Wärme oder Kälte bei Knieschmerzen?

Eine allgemeine Empfehlung für Wärme oder Kälte gibt es bei Kniearthrose nicht. Im Vordergrund stehen Physiotherapie, Bewegung, Gewichtsreduktion und zeitlich begrenzt entzündungshemmende Medikamente wie NSAR. Bei Überwärmung und Schwellung nach Belastung reagiert das Gelenk auf Entzündungsreaktionen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten, welche begleitenden Maßnahmen in Ihrer Krankheitsphase sinnvoll sind.

Kann Kniearthrose auch jüngere Menschen treffen?

Ja, auch wenn die Kniearthrose meist im fünften Lebensjahrzehnt beginnt und das Alter ein wichtiger Risikofaktor ist. Sekundäre Formen werden durch Knieverletzungen, Meniskusoperationen, Achsenfehlstellungen oder Entzündungen ausgelöst. Das trifft auch jüngere Menschen. X- und O-Beine, schwere körperliche Arbeit und gelenkbelastender Sport erhöhen das Risiko zusätzlich. Vor wenigen Jahren wurde Kniearthrose sogar als Berufserkrankung eingeordnet. Achten Sie nach Knieverletzungen auf frühe Symptome und lassen Sie Beschwerden ärztlich abklären.

Wann sollte ich mit Knieschmerzen zum Arzt?

Suchen Sie einen Kniespezialisten auf, sobald typische Warnzeichen auftreten. Warten Sie nicht ab. Achten Sie auf Anlaufschmerz bei den ersten Schritten nach einer Ruhepause, Ermüdungsschmerz nach langer Belastung sowie Schwellung und Überwärmung. Auch ein Knirschen im Gelenk (Krepitation) oder eingeschränkte Beweglichkeit sind klare Signale. Vereinbaren Sie deshalb frühzeitig einen Termin, solange konservative Maßnahmen noch greifen.

Ihr nächster Schritt

Hier ist Ihr konkreter Fahrplan.

Diese Woche:

  • Achten Sie gezielt auf Anlaufschmerz in den ersten Schritten nach einer Ruhepause: ein typisches Frühzeichen, das die meisten ignorieren.
  • Notieren Sie, bei welchen Bewegungen das Knie schmerzt, knirscht (Krepitation) oder anschwillt.
  • Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Kniespezialisten, statt die Beschwerden weiter abzuwarten.

Diesen Monat:

  • Tauschen Sie stoßbelastende Aktivitäten gegen gelenkschonende Bewegung wie Radfahren, Schwimmen oder Aqua-Jogging.
  • Prüfen Sie Ihren BMI: Ab 25 kg/m² gelten Sie als übergewichtig, was die Kniebelastung erhöht.

Dauerhaft:

  • Bauen Sie gezielt Muskulatur rund um das Kniegelenk auf, denn Krafttraining lindert Symptome und stabilisiert das Gelenk.
  • Setzen Sie auf eine entzündungsarme Ernährung mit Gemüse, pflanzlichen Ölen und fettem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering.

Vereinbaren Sie einen Termin im MVZ Zimmermann

Im MVZ Zimmermann untersuchen erfahrene Spezialisten Ihr Knie, klären das Stadium Ihrer Arthrose und entwickeln einen Behandlungsplan, der konservative Therapie zuerst ausschöpft.

Bringen Sie bitte vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Bilder sowie Arztberichte zu Ihrem Termin mit. So können wir Ihre Beschwerden möglichst vollständig beurteilen und unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden.

Jetzt Termin vereinbaren →

Gesundheitshinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Durch das Lesen dieses Beitrags kommt kein Behandlungsvertrag und kein Arzt-Patienten-Verhältnis mit dem MVZ Zimmermann zustande.